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Der feem blog

Kategorie: Interview

„Kaum jemand schaut hin“ – feem-CEO Till Völzke über Konfliktprävention in Unternehmen 

Von Meinungsverschiedenheiten bis zu gesellschaftlichen Auseinandersetzungen – wir müssen im (Berufs-) Alltag häufig mit Konflikten umgehen. Zugleich stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Kosten zu senken, ohne Qualität und Vertrauen zu gefährden. Wie lässt sich dieser Spagat meistern? feem-CEO Till Völzke erklärt, welche Strategien helfen können. 

feem: Konflikte scheinen unseren Alltag zu bestimmen. Das liegt auch daran, dass die Medien täglich über Auseinandersetzungen auf der ganzen Welt berichten – oft überspitzt und verunsichernd, um Klickzahlen zu erhöhen. Welche Rolle spielen Konflikte in Unternehmen? 

Till Völzke: Wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es immer Konflikte. Die Art, wie Medien über Konflikte berichten, führt leider dazu, dass unsere Gesellschaft allgemein verunsichert ist. Unklare Kommunikation, fehlende Transparenz oder unterschiedliche Ziele können Auslöser für firmeninterne Konflikte sein. Das ist normal und menschlich. Den Erfolg eines Unternehmens können ungelöste Konflikte aber sehr stark negativ beeinflussen.  

feem: Inwiefern? 

TV: Konflikte führen dazu, dass sich Mitarbeiter:innen unsicher fühlen. Sie verspüren dadurch Druck, Stress, Belastung – ihre mentale Gesundheit leidet und Auseinandersetzungen nehmen zu. Ganz automatisch sinken dadurch die Motivation und Leistungsfähigkeit im Job und Unternehmen verlieren engagierte und produktive Mitarbeiter:innen. 

feem: Persönliche Sicherheit beeinflusst den eigenen Alltag privat und beruflich. Unternehmen können dieses Thema also nicht einfach als „Privatsache“ abstempeln. Wie können Unternehmen die persönliche Sicherheit ihrer Mitarbeiter:innen stärken? 

TV: Führungskräfte müssen verstehen, dass nur gesunde Mitarbeiter:innen gute Mitarbeiter:innen sind. Konflikte, egal ob im beruflichen oder privaten Umfeld, belasten Menschen. Das kann kein Unternehmen wollen. Persönliche Sicherheit bedeutet Wertschätzung, offene Kommunikation und Vertrauen.  

feem: Im Moment muss überall gespart werden, die Wirtschaft in Deutschland kämpft. Wo können Unternehmen mit geringem Aufwand einen großen Unterschied machen?  

TV: Kaum jemand schaut hin, wenn unangenehme Konflikte da sind. Für mich liegt ein wichtiger Hebel in der Prävention. Eine angespannte Situation beginnt lange vor einer Eskalation. Sie beginnt dort, wo Menschen Warnsignale erkennen, Grenzen frühzeitig ansprechen und in schwierigen Situationen handlungsfähig bleiben. Prävention muss dabei nicht immer aus großen Sicherheitskonzepten oder aufwendigen Maßnahmen bestehen. Oft sind es die kleinen Dinge, die im Arbeitsalltag eine spürbare Wirkung entfalten. 

feem: Hast du dafür ein konkretes Beispiel? 

TV: Ein Mittel: klare Absprachen im Team. Wer weiß, wen er in einer angespannten Situation hinzuziehen kann, wie Unterstützung organisiert wird und welche Handlungsmöglichkeiten bestehen, reagiert ruhiger und sicherer. Manchmal beginnt das nicht mit einem umfassenden Notfallkonzept, sondern mit etwas ganz Einfachem: einer klaren Zuständigkeit, einem vereinbarten Signal oder einem kurzen Training für schwierige Situationen. Wenn die Strukturen stimmen, fällt es Mitarbeiter:innen deutlich leichter, frühzeitig zu handeln. Persönliche Sicherheit muss nicht immer kompliziert sein. Sie darf vor allem frühzeitig, verständlich und alltagstauglich sein.  

feem: Wie unterstützt feem Unternehmen beim Thema persönliche Sicherheit und Konfliktprävention? 

TV: Mit unseren emotionalen Formaten wird Sicherheit neu gedacht: ganzheitlich, wirksam, leicht verständlich und sofort spürbar. Bei feem geht es nicht nur um Wissen. Es geht ums Fühlen, Erleben und Wachsen. Wir schaffen keine Theorieveranstaltungen, sondern Erlebnisse, die nachklingen. Durch Keynotes, Workshops und Trainings integrieren wir Konfliktmanagement, Deeskalations- und Selbstverteidigungstraining in die Unternehmenskultur. Unser einzigartiges Konzept fördert nachhaltig mentale Stärke, Selbstsicherheit und Teamgeist – ganz individuell angepasst. 


Lisa Gerth, 28. Juli 2026